Über Uns

Das Hilfswerk Salzburg ist im ganzen Bundesland mit seinen Familien- und Sozialzentren vertreten und bietet als Partner der Gemeinden maßgeschneiderte Angebote für soziale Fragen vor Ort.

timeout | Jugendzentren und Jugendtreffs

Das Hilfswerk Salzburg eröffnete im Jahr 2000 gemeinsam mit der Gemeinde Henndorf das erste timeout Jugendzentrum in Henndorf. Heute werden 11 Jugendtreffs und Jugendzentren im Auftrag der Gemeinden und Städte vom Hilfswerk geführt. In der offenen Jugendarbeit bieten rund 20 qualifizierte Jugendbetreuer/innen ein attraktives Freizeitangebot. Im Bereich der niederschwelligen Jugendberatung geben sie den Jugendlichen zudem Tipps und Hilfestellung und sind auch erster Vertrauens- und Ansprechpartner/innen.

Ziele der timeout Jugendzentren und Jugendtreffs

  • Ermöglichen und fördern von aktiver Beteiligung. Ein „gemeinsames Tun“ in den Jugendzentren/-treffs unter pädagogisch fachlicher Anleitung.
  • Unterstützung bei ihrer Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung.
  • Entwicklung und Förderung von Eigenverantwortung sowie gesellschaftliche Mitverantwortung. Verantwortung übertragen: zum Beispiel bei der Gestaltung der Hausordnung für das Jugendzentrum.
  • Offene Jugendarbeit vermittelt alltagsnah die Werte einer demokratischen Gesellschaft und bietet Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit diesen.
  • Die Individualität der Jugendlichen stärken und fördern. Den speziellen Fähigkeiten jedes einzelnen Besuchers/jeder einzelnen Besucherin Raum und Zeit geben, fördern sowie die Schaffung eines dafür notwendigen Klimas.
  • Es erfolgt eine beständige Vernetzungsarbeit mit den VertreterInnen anderer Gruppen, Vereine sowie von Schulen und wichtigen Institutionen.
  • Gruppendynamikorientiertes Arbeiten im Jugendzentrum.
  • Förderung der Jugendlichen hinsichtlich ihres Sozialverhaltens und ihrer Akzeptanz und Toleranz gegenüber Mitmenschen, anderen Traditionen und Kulturen. Angebot entsprechender Projekte.
  • Gezielt gewaltpräventives Arbeiten im Jugendzentrum wie auch das Anbieten von gesundheitsfördernden Maßnahmen und Projekten zu Themen wie Drogen, Alkohol, Rauchen, etc. in Kooperation mit VernetzungspartnerInnen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Partizipation von Jugendlichen und der Möglichkeit Prozesse im Jugendzentrum aktiv mitzugestalten und sich einzubringen. Die Lebensqualität im Zusammenleben einer Gemeinde erhöht sich, wenn Menschen sich engagieren und beteiligen.

 

outside | Mobile aufsuchende Jugendarbeit

Da vorhandene Jugendzentren und Jugendtreffs nur einen begrenzten Teil von Jugendlichen bzw. nur bestimmte Jugendgruppen erreichen können, bleiben manche junge Menschen außen vor. Im Rahmen der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit gehen Jugendbetreuer/innen daher aktiv auf junge Menschen zu und suchen die Jugendlichen an ihren formellen und informellen Treffpunkten auf. Die mobile Jugendarbeit erreicht ihr Klientel unmittelbar im Lebensraum und daher früher als in der oben genannten einrichtungsbezogenen Arbeit, da ein höheres Maß an Flexibilität vorhanden ist.[1]

Sie erreicht dadurch Jugendliche, die sonst keine Institutionen aufsuchen oder bisher noch nicht von dem Angebot anderer Dienste oder Einrichtungen profitieren oder angesprochen werden konnten. Die Kontaktchancen und die Kontaktfrequenz werden dadurch deutlich erhöht. Vorteil hier ist, dass alternative Handlungsstrategien wesentlich früher und dadurch effizienter eingeleitet werden können. Auch die gesellschaftliche Integration von Jugendlichen, welche mit anderen Angeboten und Formen der Jugendarbeit nicht erreicht werden können, wird somit gefördert und dadurch verbessert. Beispielsweise kann die mobile Jugendarbeit sinnvolle Freizeitangebote an die Jugendlichen weitervermitteln und sie in vorhandene Jugendeinrichtungen, wie beispielsweise timeout Jugendzentren und Jugendtreffs integrieren.

 

Ziele der aufsuchenden mobilen Jugendarbeit:

  • Beständige Präsenz im Lebensraum der Jugendlichen und zugehende positive Kommunikation mit allen Jugendlichen.
  • Jugendprojekte initiieren – Partizipative Einbindung von Jugendlichen in die Projekte.
  • Bedürfnisse, Problemstellungen von Jugendlichen erkennen im Kontext ihrer Lebenssituation und ihrer Lebenswirklichkeit.
  • Gemeinsame Erarbeitung alternativer Handlungsmethoden und Lösungsansätzen mit den Jugendlichen.
  • Jugendliche und junge Erwachsene zur Selbstverantwortung und Eigenbestimmung zu befähigen.
  • Gemeinsame Entwicklung von Lebensperspektiven.
  • Unterstützung bei ihrer Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung.
  • Einzelfallhilfe.
  • Förderung der Jugendlichen hinsichtlich Sozialverhalten, Akzeptanz und Toleranz gegenüber „anderen“ Menschen, Traditionen und Kulturen.
  • Vermittlung von gesellschaftlichen Normen und Werten sowie Alltags- und Umgangsformen.
  • Unterstützung beim Eintritt in die Berufswelt.
  • Stress in der Schule oder im Job
  • Liebeskummer, Beziehungsstress oder schwere Situation zu Hause
  • Offenes Ohr für all deine Belangen

Ein Team, zusammengesetzt aus einem männlichen Jugendbetreuer und einer weiblichen Jugendbetreuerin, sind im Auftrag der Gemeinden in den Stadtgebieten von Neumarkt und Seekirchen unterwegs. Sie unterstützen und begleiten Jugendliche beim Erwachsenwerden und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.


 


[1] Pletzer, W. (1998) `Streetwork und Mobile Jugendarbeit: Stationen in der Weiterentwicklung der OKJA` Bayrischer Jugendring – Jugendnachrichten.