Konzept

Die Grundlage für die Jugendarbeit im Hilfswerk Salzburg stellt das pädagogische Handlungsfeld der offenen Jugendarbeit dar: „Offene Jugendarbeit ist ein pädagogisches Handlungsfeld im Kontext von Bildungsarbeit, Kulturarbeit, sozialer Arbeit und Präventionsarbeit. Sie ist offen für Menschen, Gruppen, Szenen und Kulturen. Sie setzt sich mit jungen Menschen auseinander, nimmt sie ernst und arbeitet parteilich für sie, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Bildung, sozialer Schicht und Herkunft.“[1]

Die wichtigsten Ziele und sogenannten Alleinstellungsmerkmale der offenen Jugendarbeit sind: Persönlichkeitsentwicklung, die Vermittlung von Handlungskompetenzen, Identitätsentwicklung, Gesellschaftliche Teilhabe und Lobbying für die Jugendlichen.

Offene Jugendarbeit orientiert sich an und bedient sich unterschiedlichster Arbeitsprinzipien:

  • Offenheit
  • Partizipation
  • Freiwilligkeit
  • Niederschwelligkeit
  • Beziehungskontinuität
  • Parteiliches Mandat
  • Gender Mainstreaming
  • Ressourcenorientierung
  • Bedürfnisorientierung
  • Inklusion und Diversität

In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden widmet sich das Hilfswerk Salzburg in 11 timeout Jugendzentren und -treffs den Jugendlichen und ist zudem mit der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit in Seekirchen und Neumarkt vertreten.

 

Freizeitangebote

Die offene Jugendarbeit in den Jugendzentren und -treffs stellt Freizeitangebote bereit, die an die Interessen der Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden: Gemeinsam kochen, Sport und Spiel, Workshops zu aktuellen Themen, Billard und Tischfußball, Ausflüge oder einfach nur da sein" - es ist für jeden etwas dabei.

 

Aktionen

Verschiedene Projekte sowie Veranstaltungen und Workshops bieten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und garantieren eine attraktive und jugendorientierte Freizeitgestaltung.

  • Cooking Twist | Hier wird gemeinsam eingekauft, gekocht und gegessen. Im Vordergrung stehen Aspekte wie das Erlernen einfacher Grundrezepte, gesunder Ernährung, gemeinsames Essen und Informationen zu nachhaltigem Einkaufen.
  • Workshops | Im Rahmen von Projekten werden bspw. die timeout Räumlichkeiten mit Graffitis verschönert, Möbel aus Paletten gefertigt, Hochbeete gebaut oder Workshops zu aktuellen Themen wie Sexualität, Drogen oder gesellschaftspolitischen Aspekten angeboten.
  • Ausflüge | Ob ins Kino, zum Kartfahren, in ein Museum, in die Therme oder der Besuch eines anderen Jugendzentrums - die Interessen und Wünsche der Jugendlichen werden aufgegriffen und umgesetzt.
  • Girls Day | Zur Förderung und Entwicklung der weiblichen Identität von Mädchen werden von den Betreuerinnen regelmäßig Mädchenschwerpunkte in geschütztem Rahmen gesetzt.

 

Beratung

Die Betreuer/innen begleiten und beraten zu jugendrelevanten Fragen, unterstützen in Krisensituationen und vermitteln bei Bedarf an externe Einrichtungen und Institutionen. Beratungsgespräche zu alltäglichen Themen wie Schule, Familie, Beziehung, Liebe und Beruf werden von den Jugendlichen gerne in Anspruch genommen. Außerdem werden verschiedene Informationsveranstaltungen zu Themenschwerpunkten wie Berufswahl, Sucht oder Gesundheit angeboten.

 

 


[1] bOJA (2011), „Qualität in der Offenen Jugendarbeit in Österreich“, 1.Aufl., Der Kontext von Offener Jugendarbeit, Wien, 7